Beginn
Do., 09.09.2027,
09:00 - 16:00 Uhr
Kinder und Jugendliche haben in der „Corona-Zeit“ ungekannte Einschränkungen und Belastungen erlebt.
Dabei entstanden häufig Gefühle wie Unsicherheit, Angst, Frust, Sorge, Hilflosigkeit, Wut und Einsamkeit. Diese erlebten sie selbst, aber auch in ihrem Umfeld: in der Familie, im Freundeskreis, in der Kita/Schule. Die Erfahrung aus der Praxis zeigt, dass viele Kinder und Jugendliche das Ausleben ihrer eigenen Gefühle „verschoben“ haben, damit das Familien- und Alltagsleben klappen konnte.
Diese „rettenden“ Bewältigungsstrategien zeigen ihre Auswirkung heute häufig im Hier und Jetzt: sozialer Rückzug, Aggression, Traurigkeit, fehlende Motivation, Nervosität, fehlende Gefühlsregulation, psychosomatische Beschwerden.
Gleichzeitig ist der pädagogische Alltag in den Kitas durch vielfältige Herausforderungen geprägt: Krisen, Konflikte und herausforderndes Verhalten setzen Kommunikation und Interaktion unter Druck und erzeugen ein deutliches Stresserleben – bei Fachkräften, Eltern und Kindern.
Das Seminar verbindet beide Perspektiven: Wie können Kinder und Jugendliche darin unterstützt werden, ihre Erlebnisse entwicklungsförderlich einzuordnen und mit dem „gehört und gesehen zu werden“, was für viele schon vorbei scheint?
Und wie können pädagogische Fachkräfte ihre eigene Resilienz stärken, um in herausfordernden Situationen handlungsfähig und stabil zu bleiben?
Ziel ist es, durch fachlichen Input, Erlebnisberichte aus der Praxis und kollegialen Austausch Methoden und praxisnahe Ideen (weiter-) zu entwickeln – zur emotionalen Stärkung von Kindern und Jugendlichen ebenso wie zur Stärkung der eigenen Resilienz.
Was Sie aus dem Seminar mitnehmen:
- Fundiertes Fachwissen zu entwicklungs- und kommunikationspsychologischen sowie trauma-und trauerpädagogischen Aspekten
- Verständnis dafür, wie pädagogische Unterstützung beim Ausdruck von Emotionen die Gesamtentwicklung von Kindern und Jugendlichen fördert
- Hilfreiche Interventionen für Krisen-, Konflikt- und gruppendynamische Situationen
- Einen „1.-Hilfe-Koffer“ für Frust- und Stresserleben sowie Bewusstsein über eigene Wirkungsmöglichkeiten und -grenzen
- Praxisnahe Ideen zur Umsetzbarkeit im eigenen Tätigkeitsfeld
- Raum für fachlichen Austausch, Reflexion und „tut mir gut“-Entdeckungen
- Blick für das Potenzial und das Hoffnungsvolle, das wir aus der Pandemiezeit ableiten können
Zwei Tage, jeweils 09:00 bis 16:00 Uhr
Anmeldeschluss: 26.07.2027