Beginn
Do., 04.03.2027,
09:00 - 16:00 Uhr
Kinder mitbestimmen und mitgestalten lassen
Eine Demokratiewerkstatt
Jedes Kind hat das Recht, an allen es betreffenden Entscheidungen beteiligt zu werden (EU-Kinderrechtskonvention). Damit sich jedoch jedes Kind an den Entscheidungsprozesse beteiligen kann, braucht es Erwachsene, die die Partizipation ermöglichen.
Was brauchen Kinder, um sich beteiligen zu können? Was brauchen pädagogische Fachkräfte, um Beteiligungsprozesse mit Kindern zu gestalten?
Informiert sein, Teilhabe, Mitsprache, Mitwirkung, Mit- und Selbstbestimmung sind Begriffe, die mit Partizipation in Verbindung gebracht werden. Unterschiedliche Beteiligungsstufen und -formen können im Alltag in den pädagogischen Organisationen praktiziert werden und zwar von Anfang an. Kinder brauchen entwicklungsangemessene Beteiligungsmöglichkeiten und Erfahrungsräume, in denen sie ihre Erfahrungen machen mit Verantwortungsübernahme, Meinungsbildungsprozessen, Abstimmungsverfahren, Diskussionen usw.
Eine Demokratiewerkstatt erlaubt den Kindern, sich zu üben, Ihre Interessen zu vertreten, Meinungen anderer Kinder zu akzeptieren, sich auf gemeinsame Lösungen zu einigen, Konflikte gewaltfrei zu lösen usw.
Der Alltag in der Krippe, im Kindergarten, im Hort und in der Schulkindbetreuung bietet hierfür einen geeigneten Rahmen.
In der Fortbildung werden wir auf der Grundlage des Bildungs- und Erziehungsplans
- die gelebte Beteiligungspraxis in der Einrichtung unter die Lupe nehmen und kritisch überprüfen im Hinblick auf die Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern,
- das Grundverständnis von Partizipation auf der Grundlage des Bildungs- und Erziehungsplans in Hessen klären (Ko-Konstruktion, Beteiligung der Kinder, das Demokratieprinzip)
- die Kinderrechte und Beteiligungsstufen diskutieren und nach Beispielen für die praktische Umsetzung im Alltag suchen,
- Möglichkeiten und Grenzen der Beteiligung beleuchten,
- eigene Haltung reflektieren,
- nach Ansätzen für die Weiterentwicklung der Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern suchen,
- konzeptionelle Verankerung der Partizipation und Beteiligungsformen überprüfen,
- das Thema Partizipation im Kontext der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft besprechen,
- mit den BEP-Lupen arbeiten und sie als Evaluationsinstrument einsetzen (Partizipation und Kinderrechte, Bild vom Kind, Ko-Konstruktion, lernende Gemeinschaften, Stärkung der Basiskompetenzen, lernmethodische Kompetenzen, Beschwerdemanagement),
- eigene kleine Projekte oder Vorhaben zwischen den Abschnitten in der eigenen Einrichtung ausprobieren und im Kurs die Erfahrungen reflektieren.
Zielgruppe:
Pädagogische Fachkräfte und Zusatzkräfte aus Krippe, Kita, Hort
Referentin:
Magdalena Kladzinski, Fortbildnerin, Beraterin, systemischer Coach (DGSF), Resilienz- und Stresstrainerin, Burnout-Beraterin, Qualifizierungen für Führungskräfte und pädagogische Fachkräfte
Anmeldeschluss: 15.12.2026